Grenzgängerei

Schlagwörter

, , ,

Auf ihn als Figur bin ich schon sehr früh neugierig ge­worden. Bei ihm gab es diese Grenzgängerei, die kon­sequenterweise in den Hang zum Immateriellen, rein Konzeptionellen gipfelte. Umgekehrt wäre das so wie, wenn sich einer, statt zu schreiben, nur noch in Form von grafischen Gesten oder Ausstellungsideen aus­drücken würde. Eine Konsequenz, die ich im Moment noch nicht sehe, weil Schreiben keine prinzipiell un­lösbaren Probleme im Web aufwirft.

Experimentell

Schlagwörter

, , , , ,

Seit Jahren habe ich, wie von mir in meiner ersten, wie ich es nenne, puren experimentellen Zeit kultiviert, die Vorstellung von einer Vermählung zwischen dem abstrakt Experimentellen und dem total Konkreten. Deshalb ist beispielsweise in meinem Prosaband Mein Herz mein Zimmer mein Name von “einer Fliege auf Rädern” die Rede. Ja sicher, und zudem spielt die Bildlichkeit eine Rolle, auch bei Claude Simon, den ich auch sehr gern habe. Er lebt ja noch, Gott sei Dank. An die Duras fesselt mich etwas Seltsames und ganz Besonderes, dagegen bei der Sarraute nicht so sehr. Die würde ich nie nehmen wollen. Aber was er beschreibt, kenne ich zum Teil von mir selber einfach durch das euphorische Ele­ment (Kunstforum) im Schreiben. Irgendwie kann ich es nachvoll­ziehen. Was mich sehr berührte und wovor ich mich fast ängstigte, sind jene Passagen, in denen er schreibt, er wisse nicht mehr ein noch aus, und da ruft er Freun­de, also einen befreundeten Arzt, mit der Bitte an, ihm zu helfen.

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.